Gestern durften wir den Bundesdrogenbeauftragten Prof. Dr. Hendrik Streeck in unserer Besonderen Wohnform der Sozialen Teilhabe begrüßen. Der Bundestagsabgeordnete Konrad Körner hatte den Besuch möglich gemacht, da er seinem Kollegen Herrn Streeck im Rahmen seiner „Bayern-Tour“ unbedingt die Laufer Mühle als wichtigen Ort der Suchthilfe vorstellen wollte. Ebenfalls zu Gast waren die stellvertretende Landrätin Gabriele Klausner sowie die Bezirksrätin Ute Salzner.
Seitens der Laufer Mühle nahmen Marco Halbritter und Daniela Flügel-Utz als Einrichtungsleitung, Nicole Kramer (Bereichsleitung Medizin), Philipp Nechwatal (Heilerziehungspfleger beschützender Bereich), Aileen Zöbelein (Sozialarbeiterin stationär offener Bereich) und unsere zwei Bewohnenden Caro und Heinz an dem Austausch teil.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben wir einen Einblick in unsere Angebote und die Schwerpunkte der Laufer Mühle. Herr Streeck war sehr interessiert und stellte viele Fragen. Anschließend berichteten Caro und Heinz offen von ihrem Weg mit der Suchterkrankung und wie ihnen die Angebote der Laufer Mühle geholfen haben. Ihre persönlichen Geschichten machten deutlich, wie wichtig individuelle Unterstützung und neue Perspektiven auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung sind.
Bei einem anschließenden Rundgang über das Gelände stellte Bewohner Alex stolz seine Arbeit im Gartenbereich der Tagesstruktur vor und präsentierte das selbst angebaute Gemüse. Ein plötzlich aufziehender Sommersturm sorgte dabei für einen unerwarteten, aber heiteren Moment, als wir uns kurz bei den Hasenställen unterstellen mussten. Ganz selbstverständlich packte auch Herr Streeck mit an und stellte einen vom Wind umgewehten Oleander vor dem Hofladen wieder auf.
Beim Besuch der beschützenden Wohngruppe erläuterten wir die Besonderheiten der richterlichen Unterbringung und die damit verbundenen Chancen, die sich trotz „Zwang“ ergeben. Den Abschluss bildete ein offener Austausch mit den politischen Gästen über unsere Wünsche, die Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Sozialen Teilhabe.
Wir sind sehr stolz, unsere Arbeit und unsere besondere Wohnform gemeinsam mit Mitarbeitenden und Bewohnenden in einer sehr entspannten und angenehmen Atmosphäre vorstellen zu dürfen. Das große Interesse, die vielen Fragen und der fachliche Dialog auf Augenhöhe machten den Besuch für uns alle zu einer bereichernden Begegnung. Zum Abschied haben sich unsere Gäste über ein kleines Geschenk aus unserem Hofladen (frisches Brot, Tomaten, Gurken, eingelegte Gurken und Chilisauce) sehr gefreut.